"Kinder-Kiez-Karten" ausgezeichnet PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 23. Oktober 2014 um 15:24 Uhr

Die Landeskommission Berlin gegen Gewalt hat in am 24. September 2014 zum 15. Mal den Berliner Präventionspreis verliehen. Geehrt wurden auch zwei Lichtenberger Projekte.

Der Berliner Präventionspreis stand in diesem Jahr unter dem Thema „Stärkende Lebensräume – Städtebauliche und sozialräumliche Kriminalprävention“. Ausgezeichnet wurden Projekte, die die Sicherheit und das Sicherheitsempfinden im Sozialraum nachhaltig erhöhen.
Ein Sonderpreis ging an das Projekt „Kinder-Kiez-Karten“ des pad e.V.. Im Bezirk Lichtenberg werden seit 2010 Kinder-Kiez-Karten erarbeitet. Gefördert und unterstützt durch den Lokalen Aktionsplan des Bundesprogramms “Toleranz fördern – Kompetenz stärken“, den Lichtenberger Bürgerhaushalt bzw. ein Kiezmanagement entstanden bereits vier Kinder-Kiez-Karten, Nr. 5 wird gerade auf den Weg gebracht. In den Erarbeitungsphasen kooperieren Schulen, Schulsozialarbeit sowie Einrichtungen der Jugendhilfe und Stadtteilzentren vor Ort. Die Kinder-Kiez-Karten sind ein wesentlicher Beitrag für nachhaltige sozialräumliche Entwicklung unter den Aspekten der Verbesserung der Lebensqualität und stellen jeweils einen Überblick der Angebote für Kinder im Kiez dar.
Bezirksstadträtin für Jugend und Gesundheit Dr. Sandra Obermeyer (parteilos, für Die Linke):
„Die Auswahl der Projekte würdigt das hohe Engagement der geehrten Träger für ihre Tätigkeit im Kiez. Ich freue mich sehr, dass die Landeskommission Berlin gegen Gewalt zwei Lichtenberger Projekte geehrt hat, die Familien und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ernst nehmen und gratuliere den Preisträgern ganz herzlich im Namen des Bezirksamtes Lichtenberg.“

 
Aktionswochen: Zwei Lesungen im Bezirk PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 02. Oktober 2014 um 14:33 Uhr

7. Oktober 2014 18:00 Uhr, Anna-Seghers-Bibliothek, Prerower Platz 2 ( Nähe S-Bhf Hohenschönhausen / Im Lindencenter)
Das Zwangslager für Sinti und Roma in Berlin-Marzahn: Alltag, Verfolgung und Deportation
Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz

Lesung mit der Historikerin Patricia Pientka.
Zwischen 1936 und 1945 waren schätzungsweise 1200 Sinti und Roma im Zwangslager Berlin-Marzahn interniert.
Das am Rande der damaligen Reichshauptstadt Berlin gelegene Lager, das damals zum Verwaltungsbezirk Lichtenberg gehörte, war das größte kommunale „Zigeunerlager“ im sogenannten „Altreich“. Die Nationalsozialisten nutzten es zur gewaltsamen Exklusion von Sinti und Roma, ihrer rassistischen und kriminalpolizeilichen Erfassung sowie ihrer Ausbeutung durch Zwangsarbeit. Schließlich diente es als Sammellager für Deportationen der Festgehaltenen in verschiedene Konzentrationslager.
Die Historikerin Patricia Pientka beschreibt in ihrem Buch die Einrichtung des Lagers, das im Vorfeld der 1936 in Berlin stattfindenden Olympischen Spiele entstand. Die Autorin rekonstruiert die Lebensbedingungen im Lager, informiert über die verschiedenen an der Verfolgung beteiligten Akteure, insbesondere über die Rolle der Berliner „Dienststelle für Zigeunerfragen“, und fragt nach den Schicksalen der Internierten.


10. Oktober 2014 18:00 Uhr, Kiezspinne FAS e.V., Schulze-Boysen-Straße 38, 10365 Berlin
Ilse Stöbe. Wieder im Amt. Eine Widerstandskämpferin in der Wilhelmstraße
VVN-BdA Lichtenberg

Die beiden Autor_innen Hans Coppi und Sabine Kebir lesen aus ihrem Buch über Ilse Stöbe, die im Auswärtigen Amt in Berlin arbeitete und 1940/1941 vertrauliche Berichte – vor allem zum bevorstehenden Überfall auf die Sowjetunion – an den sowjetischen militärischen Nachrichtendienst GRU weitergeleitet hat.
Das ungewöhnliche und dramatische Leben dieser Frau, die mit 31 Jahren 1942 hingerichtet wurde, berührt durch die sachkundige und emotionale Darstellung. Ohne Zweifel ist es unter anderem dieser Publikation zu verdanken, dass ihr Name seit kurzem auf der Gedenktafel des Auswärtigen Amtes in Berlin steht.

 
Freitag: Vorführung "Can't be silent" PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 24. September 2014 um 11:33 Uhr

26. Sep­tem­ber 2014 16:00 Uhr, Kul­tur­zen­trum wb13, Am Berl 13, 13051 Ber­lin
Can’t be si­lent – Film & Kon­zert

Von: JFEs gegen Dis­kri­mi­nie­rung in Ko­ope­ra­ti­on mit WB 13, Spuk e.V. und M2b

Sie sind an­ge­kom­men und doch noch immer auf der Flucht. Sie sind Sän­ger, Mu­si­ker, Rap­per und doch Aus­ge­schlos­se­ne und Ab­ge­scho­be­ne. Mit ihrer Musik brin­gen sie Tau­sen­de von Men­schen zu­sam­men und sind doch selbst nicht be­rech­tigt, den nächst­lie­gen­den Be­zirk zu be­tre­ten.
Nuri (Da­ges­tan), Jac­ques (El­fen­bein­küs­te), Hosain (Af­gha­nis­tan), Sam (Gam­bia) und Re­ve­li­no (El­fen­bein­küs­te) haben ihr Land ver­las­sen auf der Suche nach einer neuen Hei­mat, die viel­leicht Deutsch­land ist. Iso­liert in Hei­men und zum Still­stand ver­ur­teilt, leben sie einen scho­ckie­ren­den Flücht­ling­s­all­tag.
Der Film be­glei­tet die Band „Strom & Was­ser feat. The Re­fu­gees“ auf einer gro­ßen Deutsch­land-​Tour­nee bei dem Ver­such, sich von ihren ver­ord­ne­ten Plät­zen zu lösen – durch die so sim­ple wie macht­vol­le Geste, die ei­ge­ne Stim­me zu er­he­ben.

An­schlie­ßend Kon­zert mit Hosain und Nuri sowie mit Bands aus dem Ju­gend­club OCB und Spik e.V.

 
Aktionswochen für ein offenes und vielfältiges Berlin PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 21. August 2014 um 14:18 Uhr

Vom 7. Sep­tem­ber bis 11. Ok­to­ber 2014 fin­den in meh­re­ren Ber­li­ner Be­zir­ken Ver­an­stal­tun­gen gegen Aus­gren­zung, Ras­sis­mus und Rechts­ex­tre­mis­mus statt. Die Ak­tio­nen­wo­chen fin­den unter dem Dach des “Ber­li­ner Rat­schlags für De­mo­kra­tie” statt und wer­den über die Lo­ka­len Ak­ti­ons­plä­ne “TO­LE­RANZ FÖR­DERN – KOM­PE­TENZ STÄR­KEN” fi­nan­ziert.

Die sechs Ver­an­stal­tun­gen, die in die­sem Rah­men in Lich­ten­berg statt­fin­den, tra­gen das Motto “Bun­ter Wind für Lich­ten­berg” und bie­ten ein brei­tes the­ma­ti­sches Spek­trum. So be­han­deln meh­re­re Ver­an­stal­tun­gen die Lo­kal­ge­schich­te des Be­zirks Lich­ten­berg – eine Bus­tour am 20. Sep­tem­ber führt zu meh­re­ren his­to­risch be­deu­ten­den Orten im Be­zirk. Ein wei­te­res Thema ist Flucht im glo­ba­len Kon­text, dazu fin­den zwei Film­vor­stel­lun­gen mit Ge­sprä­chen und einem Kon­zert statt. Die Ro­bin­son Schu­le ver­an­stal­tet am am 24. Sep­tem­ber eine Po­di­ums­dis­kus­si­on zum Thema “In­klu­si­on”.

Alle wei­te­ren In­for­ma­tio­nen über die Ber­li­ner Ver­an­stal­tun­gen fin­den sich hier: aktionswochen.​brfd.​de

Einen aus­führ­li­chen Über­blick über die Lich­ten­ber­ger Ver­an­stal­tun­gen gibt es hier.

 
„Bunter Wind für Lichtenberg. Laut und Vielfältig gegen Neonazis und Rassisten“ – Kampagne ist gestartet PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 14. August 2014 um 09:54 Uhr

Mit einem Pres­se­ge­spräch im In­ter­kul­tu­rel­len Bil­dungs­zen­trum im Weit­ling­kiez star­tet am 13. Au­gust die Kam­pa­gne des Lich­ten­ber­ger Bünd­nis­ses für De­mo­kra­tie und To­le­ranz.
„Bun­ter Wind heisst für uns, aktiv und ent­schlos­sen gegen Dis­kri­mi­nie­rung und Aus­gren­zung ein­zu­tre­ten“, er­klä­ren die über 100 Erst­un­ter­zeich­ner_in­nen des Auf­rufs. Unter ihnen Ver­ei­ne, Or­ga­ni­sa­tio­nen, Ju­gend­ein­rich­tun­gen, Pro­jek­te sowie Ver­tre­ter_in­nen aus Po­li­tik und Ver­wal­tung und Ein­zel­per­so­nen aus dem gan­zen Be­zirk.

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PreisträgerInnen gesucht: Lichtenberg vergibt "Integrationspreis" PDF Drucken E-Mail
Montag, den 30. Juni 2014 um 09:29 Uhr

Lichtenberg sucht noch bis 15. August nach Vorschlägen für PreisträgerInnen. Diese sollen dazu beigetragen haben, Menschen, die vor Krieg und Diskriminierung fliehen mussten, im Bezirk willkommen zu heißen.

Zum ersten Mal wird der Bezirk Lichtenberg im September einen Integrationspreis vergeben. Damit wird das Engagement von Personen, Trägern, Unternehmen, Initiativen und innovativen Projekten anerkannt, die alle Menschen, die in Lichtenberg wohnen, ins alltägliche Leben integrieren und gleichberechtigt behandeln – gleich welcher Herkunft, Sprache oder kultureller Prägung und Lebensweise diese Menschen sind.

Außerdem setzen sich die PreisträgerInnen dafür ein, Kulturen gegenseitig anzuerkennen. Unter der Regie von Bezirksbürgermeister Andreas Geisel (SPD) wählt die Jury unter den eingegangenen Vorschlägen geeignete PreisträgerInnen aus. Die Preisvergabe erfolgt unter einem jährlichen Motto. 2014 lautet es: „Flucht und Vertreibung“.

Bezirksbürgermeister Andreas Geisel erklärt: "Der Bezirk Lichtenberg möchte mit dem Integrationspreis 2014 Initiativen, Vereine, Projekte und Institutionen auszeichnen, die in den letzten Jahren einen wesentlichen Beitrag für die im Bezirk gelebte Willkommenskultur geleistet haben, für Menschen die vor Krieg und Diskriminierung fliehen mussten." Er verleiht eine Geldprämie in Höhe von 500 Euro sowie eine Ehrenurkunde.

Passend zum Motto sucht die Jury für den „Integrationspreis Lichtenberg“ noch bis zum 15. August 2014 begründete Vorschläge per Email an: Bärbel Olhagaray, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder per Post an: Möllendorfstraße 6 10367 Berlin

Ein Artikel von BerlinOnline.

 
Aufruf zur Beteiligung: „Aktionswochen für ein offenes und vielfältiges Berlin“ im Sep./Okt. 2014 PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 12. Juni 2014 um 08:49 Uhr

Die Lokalen Aktionspläne und der Berliner Ratschlag für Demokratie rufen in der Zeit vom 7. September bis zum 10. Oktober 2014 zu „Aktionswochen für ein offenes und vielfältiges Berlin“ auf. In diesem Zeitraum werden in den teilnehmenden Berliner Bezirken Veranstaltungen stattfinden, organisiert von lokalen Initiativen, Bündnissen, Trägern und demokratisch engagierten.

Am 11. Oktober 2014 findet zum Abschluss der Aktionswochen ein Fachtag statt. Unter dem Titel „Lokal engagiert. Berlinweit vernetzt. Für eine offene und vielfältige Stadt!“ laden wir alle engagierten Menschen aus den Berliner Bezirken in der Zeit von 12 bis 18 Uhr ins Rote Rathaus ein. Schwerpunkt des Fachtags wird der Austausch und die Vernetzung der lokalen Akteure sein. Themenschwerpunkte sind u.a. „Kreativer Protest“, „Die Arbeit von Willkommensinitiativen“, „Was tun gegen Neonazis“, „Möglichkeiten von Engagement und Mitbestimmung“, „Mitgestaltung in der Einwanderungsgesellschaft“. Der Fachtag endet mit einem Kulturprogramm und bei einem Buffet und Getränken gibt es die Möglichkeit zum weiteren Austausch in entspannter Atmosphäre.
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16. Juni 2014: Kostenlose Filmvorführung "Klänge des Verschweigens" PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 22. Mai 2014 um 10:51 Uhr

Am Montag, dem 16. Juni, wird im Hohenschönhausener Kino "Cinemotion" kostenlos der Film "Klänge des Verschweigens" gezeigt. Er erzählt die Geschichte des Musikers Willy Heckmann, der aufgrund seiner Homosexualität ins KZ Mauthausen deportiert wurde. Der Regisseur Klaus Stanjek - Neffe des Portraitierten - zeichnet das Leben Heckmanns nach und interviewt mehrere Mitglieder seiner Familie. Der Film wirft einen intensiven Blick auf das Thema Vergangenheitsbearbeitung in deutschen Familien in der Nachkriegszeit.
Im Anschluss an die Filmvorführung wird es ein Gespräch mit dem Regisseur geben.

Kino Cinemotion (Wartenberger Straße 174, 13051 Berlin)

Infos zum Film:
www.klaenge-des-verschweigens.de

 
Briefe an Immobilienfirmen wegen Neonazitreffpunkten verschickt PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 28. März 2014 um 10:29 Uhr

bildUm Lichtberger Vermieter_innen vor möglichen Anmietungen von Neonazis zu warnen, hat der Bezirksbürgermeister Andreas Geisel in dieser Woche zusammen mit dem Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz Briefe versendet. Darin werden die Vermieter_innen über die Versuche Lichtenberger und Berliner Neonazis informiert, Immobilien für Neonaziaktivitäten anzumieten und gebeten, diesen keine Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Den Briefen sind Handlungsempfehlungen der "Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin" und Informationen des Lichtenberger Bündnisses für Demokratie und Toleranz begelegt.

Hintergrund:
Noch in diesem Monat muss die von Neonazis betriebene Kneipe "Zum Henker" ihre Räume in Schöneweide verlassen. Bis Ende Mai wird zudem der Lichtenberger Neonazi-Treffpunkt in der Lückstraße 58 schließen. Die Betreiber_innen beider Lokalitäten sind auf der Suche nach neuen Räumen. Sie nutzen dazu unter anderem ihren Tarnverein "Sozial engagiert in Berlin e.V." (kurz "SeiB e.V."). Damit im Bezirk nicht an anderer Stelle ein ähnlicher Brennpunkt entsteht, wie in den letzten Jahren in der Lückstraße, setzt das Bezirksamt auf Prävention und informiert die Vermieter möglicher Objekte.

 
Lichtenberger Register 2013 veröffentlicht PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 11. März 2014 um 16:37 Uhr

Die Netzwerkstelle Licht-Blicke hat die Auswertung des Lichtenberger Registers für das vergangene Jahr veröffentlicht. Insgesamt 115 Vorfälle wurden im letzten Jahr in Lichtenberg gezählt. Daraus ergibt sich eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr auf durchschnittlich 10 Vorfälle pro Monat. Mit 50 Vorfällen liegen die Propagandadelikte weiter an erster Stelle, gefolgt von Veranstaltungen (23) und Angriffen (19). Erstmals seit 2008 gab es wieder einen angemeldeten Aufmarsch im Bezirk, mehrere Kundgebungen und Parteistände im Wahlkampf. Die Angriffe waren zum großen Teil spontan und rassistisch motiviert (12).
Örtlicher Schwerpunkt bleibt weiter Lichtenberg Mitte (47), gefolgt von Hohenschönhausen Nord (30). Der Bundestags-Wahlkampf führte im letzten Jahr ebensowenig zu einer Steigerung der Zahlen, wie die rassistischen Mobilisierungen gegen Flüchtlingsheime in anderen Berliner Bezirken. Diese griffen nicht auf Lichtenberg über. Alarmierend ist dennoch, dass es im Bezirk monatlich einen rassistischen Übergriff gibt. Als Orte für Veranstaltungen von Neonazis wurden im letzten Jahr der Treffpunkt in der Lückstraße 58, sowie die Kneipe "Sturgis" und ein Restaurant in Karlshorst genutzt. Die Schließung des erstgenannten Treffpunkts im Mai 2014 wird voraussichtlich einen Rückgang der Aktivitäten der Neonazis im Weitlingkiez bewirken, falls sie kein adäquates Nachfolgeobjekt finden.
Die Zahlen werden am 12. März 2014 zusammen mit den anderen Bezirks-Registerstellen und der Opferberatung ReachOut in einer gemeinsamen Pressekonferenz vorgestellt.

 


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